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Aero

Aero, einst der größte Hersteller militärischer Schulungsflugzeuge baute in der Zeit von 1928 bis 1951 auch Autos. Vom ersten Fahrzeug, der Kleinwagen Enka, wurden nur 60 Stück produziert. Unter der Bezeichnung Aero 10 folgten 1929 weitere 100 Aero-Automobile. Bis 1931 wurden 1245 Fahrzeuge gebaut. Sie waren ausnahmslos mit Zweitaktmotoren ausgerüstet
Ab 1931 wurden die Typen Aero 18, Aero 750, Aero 20 jeweils mit Zweizylinder 662 ccm, 13 kW/18 PS, und 1000 ccm, 18 kW/24 PS, alles Hecktriebler. Von 1931 bis 1934 wurden 2692 Fahrzeuge produziert. Bis 1932 hatten alle nur eine Tür auf der rechten Seite, danach auch eine zweite Tür. Die Karosserien waren selbsttragend. Der Aero war sehr einfach gebaut. Die ersten Modelle hatten eine genietete Vorderachse, besaßen kein Differenzial und nur an der Hinterachse eine mechanische Bremsanlage. Dafür waren die Fahrzeuge aber sehr zuverlässig. Berühmt wurde eine Sahara-Durchquerung hin und zurück, wobei die Etappe Cotonou (Benin)–Algier (426 km) an einem Tag bewältigt wurde. Der Aero-Fahrer Turek stellte mehrere Langstreckenrekorde auf, so legte er 1929 bei einer Sternfahrt Prag–Brest–Prag–Hamburg–Prag 4913 Kilometer in 184 Stunden und 35 Minuten ohne Panne zurück. 1930 starteten auf einer 14960 Kilometer langen Sternfahrt 21 Aero-Fahrzeuge in der Klasse bis 750 ccm, und alle gelangten ins Ziel.
Aero 18 Limousine, 1932


Aero 18 Roadster, 1932

Seit 1934 wurden sportlich gezeichnete Fronttriebler mit der Typbezeichnung Aero 30 (1000 ccm, 22 kW/30 PS) und 1936 ein Vierzylinder Aero 50 (2000 ccm, 37 kW/50 PS) hergestellt. Diese Fahrzeuge hatten eine hydraulische Bremsanlage und Schwingachsen. Von dem Typ Aero 30 wurden von 1934 bis 1947 7964 Stück gebaut, vom Typ Aero 50 1205 Fahrzeuge von 1936 bis 1941.

All diese Modelle waren grundsätzlich als Sportwagen konzipiert, mehrheitlich als zweisitzige Roadster mit einem dritten Notsitz hinten. Doch es gab auch vollwertige Viersitzer, Cabrio oder verschlossen. Einzelstücke wurden auch als Nutzfahrzeuge geliefert.

Die Modelle 500, 662 und 1000 hatten den Spitznamen „Klingeling“, nach dem typischen Geräusch des Getriebes, das der aus dem Wageninneren mit Hebelübersetzung von Hand angetriebene Anlasser beim Starten des Motors verursachte.

Aero 30 Roadster, 1936



Aero 50 Roadster. 1938



Aero 500 10 HP, 1930
Mehr über Aero-Fahrzeuge
www.aero-ig.de
© Fotos: Tony Hisgett; Thomas Romen; Lothar Spurzem; autogallery.org.ru
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15.06.2010